
„Wenn wir hören oder sehen, dass die Kinder hier nach ihren schweren Erkrankungen wieder das Laufen erlernen und langsam zu Kräften kommen, möchten wir nicht einfach nur zusehen, sondern ganz konkret mithelfen.“ so Sascha Gluth.
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„Auch ich helfe mit und bitte Sie um Ihr Vertrauen und Ihre Spende.“ Ralf Lindermann alias Dr. Max Henning aus der ZDF-Serie „Unser Charly“ unterstützt die Kindernachsorgeklinik Berlin-Brandenburg seit ihrer Eröffnung.
Nur miteinander kann es gelingen
Um mehr schwerkranken Kindern und Jugendlichen die notwenige Rehabilitation zu ermöglichen, möchte unsere Kindernachsorgeklinik ein neues Haus mit ca. 135 Betten in der Nähe von Berlin bauen. Nach dem Vorbild der Nachsorgeklinik Tannheim, die 1997 mit Hilfe der Deutschen Kinderkrebsnachsorge im Schwarzwald eröffnet wurde, soll diese neue Rehaklinik zur ersten Adresse für Nachsorgebehandlungen in den neuen Bundesländern werden und das Konzept der Familienorientierten Nachsorge mit allen therapeutischen Möglichkeiten umsetzen.
04. Juli 2011 - Selam kämpfte gegen ihre Angst
Sie sagt von sich selbst: „Meine Welt war grau in grau.“ Selam, geboren in Äthiopien, ist 20 Jahre alt und lebt ohne ihre Eltern seit ihrem achten Lebensjahr in Hessen. Und das Schicksal hat die junge Frau schon ordentlich gebeutelt: Wegen des Bürgerkriegs in ihrem Heimatland fand sie in Deutschland allein Asyl und von Geburt an schränkte eine schwere Herzerkrankung ihr tägliches Leben ein.
Von einer unbeschwerten Kindheit konnte da natürlich nicht die Rede sein. „Schon als Kind“, so erinnert sie sich, „hatte meine Mutter immer Angst, dass ich mich überanstrenge. Oft bin ich bei zu großer Aufregung umgefallen, bevor meine Eltern wussten, dass ich herzkrank war.“Wen wundert es, dass sie oft unendlich traurig war, wenn sie nur zuschauen konnte, wenn andere Kinder tobten oder Ball spielten.
Dann kamen die Herzoperationen. Drei an der Zahl in den letzten sechs Jahren. Gewiss kein leichtes Leben. Immer die Angst, und immer die Fragen: „War es das? Muss ich noch einmal unter das Messer?“
Die Wende bahnte sich mit ihrem Aufenthalt in der Kindernachsorgeklinik Berlin-Brandenburg, in der Bernauer Waldsiedlung an. Die Rehabilitation tat ihr gut. Sie fand mit Hilfe der Therapeuten Wege, mit ihren Ängsten und Selbstzweifeln besser umzugehen. „Nun“, so sagt Selam, „sehe ich klare Bilder von meinem Leben vor mir.“ Am Anfang der Rehabilitation sah das noch anders aus. Sie habe gar nicht richtig gewusst, was sie erwarte. „Was wollen die Therapeuten, Psychologen und Ärzte von mir? Ich bin doch krank, und das wird sich nie ändern“, gibt sie Einblick in ihre Gefühlswelt, um dann ihren Gemütszustand zu beschreiben: „Meine Welt ist nun einmal eingeschränkt und grau, das wird sich auch nach der dritten Operation an meinem Herzen nicht ändern.“
Doch das Team der Kindernachsorgeklinik Berlin-Brandenburg wollte mehr. Das Team brachte es fertig, die Gedankenwelt von Selam aufzubrechen. „Jetzt nach 6 Wochen im wäldlichen Idyll der Klinik sehe ich mein Leben mit anderen Augen“, erklärt die Zwanzigjährige in gebrochenem Deutsch. Dank der Psychologen, Therapeuten und Ärzte sei das Dunkelgrau in ihrem Leben verflogen.
Man habe ihr gezeigt, dass sie belastbar sei und worauf sie im Leben einen Anspruch habe. „Man hat mir Mut gemacht, dafür wieder zu kämpfen beziehungsweise danach zu streben. In mir ist etwas aufgebrochen, was ich so noch nie verspürte.“ Den Worten und dem Glanz in den Augen der jungen Äthiopierin sind die Freude und die neue Kraft anzumerken bzw. anzusehen, die sie in der Waldsiedlung gewonnen hat.
Auf die Frage, was sie in Zukunft gerne machen möchte, antwortete sie: „Mein größter Wunsch ist es Ärztin zu werden. Ich möchte anderen helfen, so wie man mir geholfen hat. Ich möchte Betroffene aus dem Dunkeln führen, in welchem ich einst gefangen war. Ich bin dem gesamten Team der Kindernachsorgeklinik sehr dankbar für diese Hilfe.“
Kindernachsorgeklinik
Berlin-Brandenburg
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Bussardweg 1
16321 Bernau-Waldsiedlung
Tel.: 03338 - 908020
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Eine familienorientierte Rehabilitation in der Kindernachsorgeklinik Berlin-Brandenburg muss bei Ihrer Krankenkasse oder Ihrem Rentenversicherungsträger beantragt werden. Es ist ein ärztlich-psychosoziales Gutachten mit Begründung für die Einbeziehung aller Familienmitglieder erforderlich.
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