Erholung nach der OP

Erholung nach der OP

Rbb AKTUELL drehte einen Filmbeitrag über eine Familien-Reha.
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Julia Horvath und Sascha Gluth

Julia Horvath und Sascha Glutz

„Wenn wir hören oder sehen, dass die Kinder hier nach ihren schweren Erkrankungen wieder das Laufen erlernen und langsam zu Kräften kommen, möchten wir nicht einfach nur zusehen, sondern ganz konkret mithelfen.“ so Sascha Gluth.
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Lindermann hilft mit

Ralf Lindemann

„Auch ich helfe mit und bitte Sie um Ihr Vertrauen und Ihre Spende.“ Ralf Lindermann alias Dr. Max Henning aus der ZDF-Serie „Unser Charly“ unterstützt die Kindernachsorgeklinik Berlin-Brandenburg seit ihrer Eröffnung.

Nur miteinander kann es gelingen

Um mehr schwerkranken Kindern und Jugendlichen die notwenige Rehabilitation zu ermöglichen, möchte unsere Kindernachsorgeklinik ein neues Haus mit ca. 135 Betten in der Nähe von Berlin bauen. Nach dem Vorbild der Nachsorgeklinik Tannheim, die 1997 mit Hilfe der Deutschen Kinderkrebsnachsorge im Schwarzwald eröffnet wurde, soll diese neue Rehaklinik zur ersten Adresse für Nachsorgebehandlungen in den neuen Bundesländern werden und das Konzept der Familienorientierten Nachsorge mit allen therapeutischen Möglichkeiten umsetzen. 

Ein gutes Gefühl nach schweren Jahren


Treffen in der Waldsiedlung in Bernau. Um es genau zu sagen, im Familientreff der Kindernachsorgeklinik Berlin-Brandenburg. Dort wartet die Dresdener Familie Lahode, der kleine Christian, seine Mutter Jana und Oma Silvia, die zurzeit in der Klinik zur Rehabilitation ist.

„Am Anfang stand der Schock“, erzählt Oma Silvia. „Acht Tage war Christian alt, als uns die furchteinflößende Nachricht traf, Christian hat Leukämie.“ Mit dieser Mitteilung änderte sich das Leben der Dresdener Familie Lahode schlagartig. Für Mama Jana brach die Welt zusammen, und sie brauchte die Unterstützung ihrer Eltern, um erst einmal wieder Fuß zu fassen.

Dann begann die Leidenszeit des kleinen Christians. Immer wieder Blut abnehmen, immer wieder neue Untersuchungen. Zuerst in der Geburtsklinik, später im Dresdener Universitätsklinikum Carl Gustav Carus. Dann stand fest, eine Chemotherapie ist unumgänglich. Fünf Behandlungsblöcke im Abstand von etwa vier Wochen musste Christian über sich ergehen lassen. Nach jeder Behandlung stand das Warten auf die Ergebnisse. Wie war das Blutbild? Was sagen die Ärzte? Schlägt die Therapie an? Wie soll es weitergehen? Längst hatten Jana Lahode und ihre Eltern ihr Leben völlig umgestellt. Alles richtete sich nur noch nach den Bedürfnissen von Christian. Und am Ende der Behandlung endlich die erlösende Nachricht: Keine Krebszellen mehr vorhanden. ChristianDoch der Leidensweg des Kleinen sollte damit noch nicht zu Ende sein. Die neue Hiobsbotschaft lautete Mamorknochenkrankheit*, eine Erkrankung mit genetischem Hintergrund.

In Absprache mit der Dresdener Uniklinik muss die Behandlung im Universitätsklinikum Ulm weitergeführt werden. Klar ist inzwischen auch, dass eine Knochenmarktransplantation notwendig ist. Acht Monate erneutes Hoffen und Bangen beginnen, bis endlich feststeht: Alles ist gut gegangen.

Nun sind die Lahodes in der Kindernachsorgeklinik Berlin-Brandenburg zur Rehabilitation. Vier Wochen dürfen sie gemeinsam die Ruhe und die waldreiche Landschaft genießen. Natürlich gibt es im Rahmen der Familientherapie auch ein umfassendes Behandlungskonzept. Christians Gesundungsprozess wird mit Hilfe von Physio- und Ergotherapie gefördert. Für die Erwachsenen stehen Massagen, Terraintraining, psychologische Gespräche und Entspannung auf dem Programm.

Die Lahodes freuen sich. „Das tut uns nach den schweren Monaten und Jahren gut. Wir sind froh, dass wir hier sein dürfen.“ Es sei ein gutes Gefühl, wie das Zusammenspiel zwischen Ärzten, Therapeuten und der Verwaltung zum Wohl der Patienten greife. Was könnte anders sein, noch besser werden? „Na ja“, sagt die 28-jährige Jana Lahode, „für uns Jüngere könnte manchmal abends etwas mehr los sein.“ Aber das will ihre Mutter nicht gelten lassen: „Du hast doch immer einen Nachbarn, mit dem du reden und etwas unternehmen kannst.“

*Mamorknochenkrankheit: Im Röntgenbild auffallend starke Verdichtung des Knochens auf der Grundlage eines vererblich gestörten Knochenabbaus. Auf Kosten des Knochenmarks verdickt sich die Knochenrinde. Neben einer abnormen Knochenbrüchigkeit tritt durch Verringerung der Blutbereitungsstätten im Knochenmark oft zusätzlich eine Blutarmut auf. Die Verdickung des Knochens kann auch das Durchtrittsloch für den Sehnerven am Schädel verengen, weshalb nicht selten eine teilweise oder totale Blindheit eintreten kann.